Krankheitsbilder


Die Kindergastroenterologie umfasst ein weites Feld an Störungen, nicht nur des Magen-Darm-Traktes, sondern aller Organe des Bauchraums. Die Behandlung dieser Beschwerden erfolgt je nach Krankheitsbild entweder ambulant oder stationär.

Überblick über typische Erkrankungen


Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)
Wir betreuen über 200 Patienten mit diesen komplexen Erkrankungen, die einen hohen Versorgungsbedarf haben. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, Therapieanpassungen wie auch Infusionstherapien werden ambulant angeboten. Kinder und Jugendliche, bei denen der Verdacht auf eine CED besteht, bedürfen einer umgehenden Abklärung. In diesem Fall bitten wir die ärztlichen Kollegen um eine Übermittlung der Befunde mit Angabe der Telefonnummer der Familie um kurzfristig die notwendige Diagnostik zu veranlassen.
Zöliakie
Meist wird bei einer Blutuntersuchung bei dem/r betreuenden Kinderarzt/-ärztin ein auffälliger Wert mit V.a. eine Glutenunverträglichkeit festgestellt, der einer weiteren Abklärung bedarf. Es ist von großer Bedeutung, dass bis zum Zeitpunkt der tatsächlichen Diagnose KEINE GLUTENFREIE DIÄT begonnen wird! Wir bemühen uns in diesen Fällen um eine sehr kurzfristige Terminvereinbarung. Häufig ist eine Magenspiegelung zur Klärung der Diagnose erforderlich.
Eosinophile Ösophagitis (EOE)
Bei der EOE handelt es sich um eine allergische Erkrankung, die erst in den letzten wenigen Jahren einen deutlichen Anstieg in der Häufigkeit zeigt. Das Hauptsymptom der EOE ist das Globusgefühl, das Gefühl, dass beim Schlucken Speisen in der Speiseröhre stecken bleiben. Bei jüngeren Kindern steht oft Erbrechen oder Nahrungsverweigerung im Vordergrund. Zur Klärung dieser Erkrankung ist eine Magenspiegelung zwingend erforderlich.
Refluxösophagitis
Die Refluxösophagitis ist eine Entzündung der Speiseröhre, die durch Rückfluss von Magensäure entsteht. Zur Diagnostik kann bei langanhaltenden Beschwerden eine Magenpiegelung, ggf. zusammen mit einer Impedanz-pH-Metrie, notwendig werden.
Obstipation
Die chronische Verstopfung (Obstipation) ist ein sehr häufiges Problem, insbesondere bei Kleinkindern. In unseren Sprechstunden betreuen wir eine sehr große Zahl von Kindern mit dieser teilweise sehr belastenden Störung. Auch wenn in den meisten Fällen keine organische Störung vorliegt, ist in manchen Fällen erweiterte Diagnostik nötig, auf jeden Fall aber konsequente Hilfe erforderlich.
Kurzdarmsyndrom
Insbesondere durch Störungen in der Neugeborenenzeit kann es zu Verlust von relevanten Darmanteilen kommen. Gerade Frühgeborene sind gefährdet für die Entwicklung der gefürchteten nekrotisierenden Enterocolitis. Aber auch andere Störungen wie Fehlbildungen (Atresien, Stenosen), Morbus Hirschsprung, Volvulus etc. können zu einem Kurzdarmsyndrom führen. In der Folge ist eine aufwendige Nachbetreuung mit Fokus auf die Ernährung (enteral und parenteral) erforderlich, die in unserer Klinik sehr gut etabliert ist.
Übergewicht/Adipositas
Nicht erst durch die Lockdown-Maßnahmen während der Corona Pandemie steigen die Zahlen der übergewichtigen und adipösen Kinder und Jugendlichen rasant an. Wir haben an unserer Kinderklinik das umfangreiche Programm „Team-Herkules“ entwickelt, in dem eine umfassende Betreuung der Patienten ermöglicht wird. Dies umfasst neben den bekannten Methoden der Ernährungsberatung/-therapie, Bewegungsanleitung, Psychotherapie, ggf. auch die Anwendung bariatrischer Maßnahmen (Schwerpunkt Magen-Ballon). Betroffene Patienten können sich unter dem Reiter Ernährungstherapie an unser hoch qualifiziertes Ernährungsteam wenden.
  • Angeborene und erworbene Lebererkrankungen
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  • Chronischer Durchfall
  • Chronische Bauchschmerzen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Mukoviszidose
  • Reizdarm